Stamm- und Blockware

Blockware oder auch Stammware ist die Bezeichnung für unbesäumtes Nadel- oder Laubschnittholz, welches aus stärkeren Stammstücken gesägt wird.

Dachlatten

Eine Dachlattung ist die Auflagerungskonstruktion für Dacheindeckungen wie Dachziegel und Dachpfannen. Die Latten werden in einem bestimmten Abstand entgegen der Dachneigung auf die Unterkonstruktion genagelt.

Latten werden u.a. als Unterkonstruktion für Dackdeckungen und Fassaden verwendet. Tragende Dachlatten ohne rechnerischen Nachweis aus Nadelholz müssen enstsprechenden Sortierklassen entsprechen und mit entsprechendem Ü-Zeichen gekennzeichnet sein.

Siehe auch Eigenschaften und Merkmale unserer Konstrukionshilfen G3.

Schalungsholz

Schalungsbretter sind meistens aus Fichte oder Tanne gesägt und werden nach bestimmten Gütemerkmalen hinsichtlich von Astgrößen, Harzgallen und Rissen sortiert. Schalungsbretter werden in Längen zwischen 3 und 5 Metern angeboten. Diese sind in Breiten zwischen 8 bis 15 cm und in einer Stärke zwischen 18 bis 24 mm erhältlich.

Kanthölzer

Kanthölzer sind mit vier im rechten Winkel zueinander stehenden Kanten versehen, welche die Querschnittsfläche ergeben. Kanthölzer werden sowohl im Bauwesen als auch in der Möbeltischlerei eingesetzt. Sie dienen dort als Tischbeine, Verstrebungen, Lehnen und vieles andere.

Wir bieten Ihnen Kantholz für diverse Einsatzbereiche an.

Gerüstdielen

Gerüstdielen setzen eine bestimmte Mindesttragfähigkeit voraus. Sie werden aus stärkerem Vollholz eingeschnitten und nach DIN 4074 (510) visuell sortiert. Astarme oder astfreie Dielen werden wegen ihrer optischen Besonderheit oft für Sichtkonstruktionen und Innenausbau verwendet.

Bauschnittholz aus Nadelholz Schnittklassen/Sortierung

Schnittholzeinteilung:

Dicke d  Breite b 

Höhe  h

Latten                     d < 40 mm  b < 80 mm

Bretter                    d < 40 mm  b > 80 mm

Dielen/Bohlen       d > 40 mm  b > 3d

Kanthölzer             b<h<3b  b > 40 mm

Schnittklassen:

nach DIN 68.365

Schnittklasse S:  scharfkantig, Baumkante unzulässig

Schnittklasse A:  vollkantig, 1/8 Baumkante zulässig,

                                2/3 jeder Querschnittsseite muss frei von Baumkante sein

Schnittklasse B:  fehlkantig, 1/3 Baumkante zulässig,

                                1/3 jeder Querschnittseite muß frei von Baumkante sein

Schnittklasse C:  sägegestreift, alle vier Seiten durchlaufend von der Säge gestreift

                             

Die DIN 68365 gilt für die Güte, die Bauholz für Zimmerarbeiten beim Einbau haben muss, sie enthält keine Aussagen über die Tragfähigkeit.

Tegernseer Gebräuche

Sie definieren ebenfalls die Schnittklassen S, A, B und C. Der Unterschied zwischen Norm und

Brauchtum besteht darin, dass letztere keine Querschnittsfläche fordert, die mindestens von

Baumkante frei sein muss. Nach Tegernseer Gebräuchen ist insbesondere bei größeren Dimensionen mehr Baumkante zulässig.

Die Tegernseer Gebräuche sind ebenfalls für die Sortierung nach der Tragfähigkeit nicht anzuwenden.

Güteklassen/Sortierung für Bauschnittholz nach DIN 4074:

DIN 4074   neue Festigkeitsklassen

visuell (S) maschinell (MS)     (TS=Trockensortiert)

S7               MS7                       C16  Schnittholz mit geringer Tragfähigkeit

S10             MS10                     C24  Schnittholz mit üblicher Tragfähigkeit

S13                                             C30  Schnittholz mit überdurchschn.Tragfähigkeit

                    MS13                      C35  Schnittholz mit bes. hoher Tragfähigkeit

                    MS17                      C40

 

Die Klassen S7, S10, S13 bzw. MS7, MS10, MS13 entsprechen den früheren und in DIN 1052 aufgeführten Güteklassen III, II, I.

 

Feuchtebegriffe:

Sägefrisch:  Holzfeuchte > 35%

Fasersättigungsfeuchte:  Holzfeuchte bei ca. 28% (je nach Holzart 22%-35%)

Verladetrocken/Verschiffungstrocken:  Holzfeuchte ca. 20%-22%

                                    ab diesem Trocknungszustand entsteht in der Regelkein Bläuebefall mehr

Luftrocken:                                                  Holzfeuchte ca. 12 – 20%

halbtrocken:                                               mittlere Holzfeuchte max. 30%

trocken:                                                       mittlere Holzfeuchte max. 20%

 

Gleichgwichtsfeutigkeiten:

offene überdeckte Bauwerke   Holzfeuchte ca. 12-18%

geschlossene Bauwerke ohne Heizung  Holzfeuchte ca. 10-15%

geschlossene Bauwerke mit Heizung  Holzfeuchte ca. 5-10%

 

Feuchte nach Nutzungsklassen:

NKL 1   =  Innen + trocken

NKL  2  =  feucht

NKL  3  =  Außen

 

Angaben ohne Gewähr.

Siehe auch Eigenschaften und Merkmale unserer Konstrukionshilfen G1-G3

oder fragen Sie für genauere Angaben nach.

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